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Winterpflege für Hunde und Katzen: Expertenrat vom Tierarzt aus Paderborn

6. Dezember 2025 Tierärztin Dorothea Kornat 4 Min. Lesezeit
Hund im Schnee - Winterpflege für Haustiere in Paderborn

Foto: Unsplash

Kälte, Nässe, Streusalz und trockene Heizungsluft belasten Hunde und Katzen erheblich. Mit ein paar Routinen bringen Sie Ihr Tier gut durch den Winter. Fragen? 05251/8786101

Rissige Pfotenballen durch Streusalz, Atemwegsinfekte, Hautprobleme durch Heizungsluft und Vergiftungen durch Frostschutzmittel sind die häufigsten Winter-Themen. Wer Pfoten schützt, Spaziergänge anpasst und typische Gefahren kennt, vermeidet die meisten Probleme. Wer im Winter mit dem Hund in den Wäldern rund um Bad Lippspringe oder das Egge-Gebirge bei Bad Driburg unterwegs ist, sollte besonders auf Pfoten, Kälteempfindlichkeit und verunreinigten Schnee achten.

Warnzeichen im Winter

  • Lahmen, Pfotenlecken, rote oder rissige Ballen
  • Niesen, Husten, Nasenausfluss, Müdigkeit
  • Zittern, Anhalten, Pfoten hochziehen (Kälteempfindlichkeit)
  • Torkeln, Erbrechen, vermehrter Durst (Vergiftungsverdacht)
  • Vermehrtes Kratzen, Schuppen, stumpfes Fell (trockene Haut)

Winterpflege: das Wichtigste auf einen Blick

  • Pfoten: vor dem Spaziergang Balsam auftragen, Fell zwischen den Ballen kürzen, nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abspülen und abtrocknen
  • Mantel: sinnvoll für kleine, kurzhaarige, alte oder kranke Hunde bei Temperaturen unter 0 °C; nordische und dichtfellige Rassen brauchen keinen
  • Spaziergänge: lieber öfter und kürzer, Leuchthalsband oder -weste bei früher Dunkelheit
  • Ernährung: aktive Outdoor-Tiere brauchen mehr Energie, Wohnungstiere eher weniger — Übergewicht vermeiden
  • Haut & Fell: Luftfeuchtigkeit erhöhen, regelmäßig bürsten, Omega-3 (z. B. Lachsöl) ins Futter

Winter-Gefahren

  • Frostschutzmittel: hochgiftig, süßlicher Geschmack — schon kleine Mengen tödlich
  • Streusalz und Splitt: Verätzungen an Pfoten, Magenprobleme beim Ablecken
  • Zugefrorene Gewässer: Einbruchgefahr, Hunde von Pader und Lippe fernhalten
  • Weihnachtsgefahren: Schokolade, Weihnachtsstern, Lametta, offene Kerzen
  • Freigänger-Katzen: warme Rückzugsorte anbieten, vor Motorstart Motorhaube prüfen

Untersuchung und Beratung in der Praxis

Ob Pfotenverletzung, Verdacht auf Erkältung, Vergiftungsverdacht oder Ernährungsberatung für den Winter — die passende Vorgehensweise setzt eine persönliche Einschätzung voraus. Bei Verdacht auf Vergiftung oder Erfrierungen zählt jede Minute — rufen Sie uns an.

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Häufig gestellte Fragen

Ab welcher Temperatur friert mein Hund?

Sehr individuell: Kleine Hunde und Hunde ohne Unterwolle frieren bereits ab 5–7 °C. Große Hunde mit dichtem Fell vertragen auch -10 °C. Anzeichen sind Zittern, Pfoten hochziehen, langsames Gehen.

Welcher Pfotenbalsam ist geeignet?

Bewährt sind Vaseline oder Balsame mit Bienenwachs bzw. Kokosöl — dünn auftragen und einziehen lassen. Gerne beraten wir Sie zu passenden Produkten in der Praxis.

Was tun bei Verdacht auf Erfrierungen?

Bei Verdacht auf Erfrierungen bitte anrufen — wie Sie Ihr Tier bis zur Untersuchung am besten versorgen, besprechen wir persönlich am Telefon: 05251/8786101.


Über die Autorin: Tierärztin Dorothea Kornat führt seit über 20 Jahren die Kleintierpraxis in Paderborn und betreut Hunde, Katzen und Kleintiere in Paderborn und Umgebung.

Letzte Aktualisierung: 6. Dezember 2025