Winterpflege für Hunde und Katzen: Expertenrat vom Tierarzt aus Paderborn
Foto: Unsplash
Kälte, Nässe, Streusalz und trockene Heizungsluft belasten Hunde und Katzen erheblich. Mit ein paar Routinen bringen Sie Ihr Tier gut durch den Winter. Fragen? 05251/8786101
Rissige Pfotenballen durch Streusalz, Atemwegsinfekte, Hautprobleme durch Heizungsluft und Vergiftungen durch Frostschutzmittel sind die häufigsten Winter-Themen. Wer Pfoten schützt, Spaziergänge anpasst und typische Gefahren kennt, vermeidet die meisten Probleme. Wer im Winter mit dem Hund in den Wäldern rund um Bad Lippspringe oder das Egge-Gebirge bei Bad Driburg unterwegs ist, sollte besonders auf Pfoten, Kälteempfindlichkeit und verunreinigten Schnee achten.
Warnzeichen im Winter
- Lahmen, Pfotenlecken, rote oder rissige Ballen
- Niesen, Husten, Nasenausfluss, Müdigkeit
- Zittern, Anhalten, Pfoten hochziehen (Kälteempfindlichkeit)
- Torkeln, Erbrechen, vermehrter Durst (Vergiftungsverdacht)
- Vermehrtes Kratzen, Schuppen, stumpfes Fell (trockene Haut)
Winterpflege: das Wichtigste auf einen Blick
- Pfoten: vor dem Spaziergang Balsam auftragen, Fell zwischen den Ballen kürzen, nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abspülen und abtrocknen
- Mantel: sinnvoll für kleine, kurzhaarige, alte oder kranke Hunde bei Temperaturen unter 0 °C; nordische und dichtfellige Rassen brauchen keinen
- Spaziergänge: lieber öfter und kürzer, Leuchthalsband oder -weste bei früher Dunkelheit
- Ernährung: aktive Outdoor-Tiere brauchen mehr Energie, Wohnungstiere eher weniger — Übergewicht vermeiden
- Haut & Fell: Luftfeuchtigkeit erhöhen, regelmäßig bürsten, Omega-3 (z. B. Lachsöl) ins Futter
Winter-Gefahren
- Frostschutzmittel: hochgiftig, süßlicher Geschmack — schon kleine Mengen tödlich
- Streusalz und Splitt: Verätzungen an Pfoten, Magenprobleme beim Ablecken
- Zugefrorene Gewässer: Einbruchgefahr, Hunde von Pader und Lippe fernhalten
- Weihnachtsgefahren: Schokolade, Weihnachtsstern, Lametta, offene Kerzen
- Freigänger-Katzen: warme Rückzugsorte anbieten, vor Motorstart Motorhaube prüfen
Untersuchung und Beratung in der Praxis
Ob Pfotenverletzung, Verdacht auf Erkältung, Vergiftungsverdacht oder Ernährungsberatung für den Winter — die passende Vorgehensweise setzt eine persönliche Einschätzung voraus. Bei Verdacht auf Vergiftung oder Erfrierungen zählt jede Minute — rufen Sie uns an.
Häufig gestellte Fragen
Sehr individuell: Kleine Hunde und Hunde ohne Unterwolle frieren bereits ab 5–7 °C. Große Hunde mit dichtem Fell vertragen auch -10 °C. Anzeichen sind Zittern, Pfoten hochziehen, langsames Gehen.
Bewährt sind Vaseline oder Balsame mit Bienenwachs bzw. Kokosöl — dünn auftragen und einziehen lassen. Gerne beraten wir Sie zu passenden Produkten in der Praxis.
Bei Verdacht auf Erfrierungen bitte anrufen — wie Sie Ihr Tier bis zur Untersuchung am besten versorgen, besprechen wir persönlich am Telefon: 05251/8786101.
Über die Autorin: Tierärztin Dorothea Kornat führt seit über 20 Jahren die Kleintierpraxis in Paderborn und betreut Hunde, Katzen und Kleintiere in Paderborn und Umgebung.
Letzte Aktualisierung: 6. Dezember 2025